Pünktlich nach der Sommerpause hieß es am 14. August 2018 wieder „BTS-Mitglieder laden ein“. Dieses Mal führte es die 20 Teilnehmer geradewegs zu einem BTS-Mitglied der ersten Stunden – zur Lakowa Gesellschaft für Kunststoffbe- & -verarbeitung mbH nach Sohland an der Spree.

Logo_Lakowa_webWenn man heute die Werkshallen betritt, ist es kaum zu glauben, dass noch bis in die 1990er Jahre hinein der Koffer das dominierende Produkt des Familienunternehmens war. 1913 als Rucksackfabrik Liebscher & Stolle gegründet, nahm das Unternehmen rund 20 Jahre später die Kofferproduktion auf – der Einstieg in die Kunststofffertigung. Weitere 60 Jahre später – nach staatlicher Enteignung und erfolgreicher Reprivatisierung – erfand sich das Unternehmen nach einem schmerzhaften und risikoreichen Umstrukturierungsprozess zum Kunststoffverarbeiter mit eigenem Werkzeugbau neu. Mit der erfolgreichen Umsetzung des Erstauftrages seitens der Dresdner Verkehrsbetriebe, die Fahrzeuginnenausstattung leichter zu gestalten, war der Eintritt in die Branche gemeistert. Bis heute hat sich Lakowa zum spezialisierten Systemanbieter von Kunststoffbaugruppen für Schienenfahrzeuge, Rettungs- und Krankenwagen, Spezialfahrzeuge und technischen Anwendungen entwickelt. Dabei beschäftigt das Familienunternehmen über 190 Mitarbeiter an den Standorten Wilthen und Sohland an der Spree.

Mit über 105 Jahren Erfahrung und FuE-Expertise arbeitet das Unternehmen tagtäglich an neuen Produktlösungen, dank denen seine über 300 Kunden weltweit wirtschaftlich und technologisch stets „die Nase vorn“ behalten. Weiterentwicklungen in den Bereichen Brandschutz, Leichtbau und Plug- and- Play-Funktionalität gehören zu den Schlüsselkompetenzen des Unternehmens und machen den Oberlausitzer zu einem geschätzten Partner aller führenden europäischen Schienenfahrzeughersteller. So sind über 5.000 Schienenfahrzeuge in mehr als 25 Ländern mit Produkten aus dem Hause Lakowa im Einsatz.

Und wie schon in der Vergangenheit bewiesen, ist die Blickrichtung des Unternehmens stets nach vorn gerichtet, um den Wünschen und Qualitätsansprüchen seiner Kunden gerecht zu werden. So berichtete der Gastgeber und Geschäftsführer, Ralf Liebscher, dass in enger Kooperation mit dem Fraunhofer IWU aktuell am Aufbau einer hauseigenen additiven Fertigung gearbeitet wird.

Neben dem Ausflug durch die abwechslungsreiche Firmengeschichte und den Kompetenzfeldern des Unternehmens sowie dem exklusiven Betriebsrundgang blieb den Gästen, wie gewohnt, auch noch genügend Zeit mit den anderen Branchenvertretern ins Gespräch zu kommen.

Kurzum, wir danken Lakowa für die rundherum gelungene Veranstaltung!