Im Rahmen der BTS-AG Innovationsmanagement luden das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum und die IHK Chemnitz am 4. September 2018 das BTS-Netzwerk in die E³-Forschungsfabrik des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU nach Chemnitz ein. Ziel der Veranstaltung war es, hinter den allgegenwärtigen Begriff „Produktion 4.0“ zu schauen und diesen vor allem anhand konkreter Anwendungsbeispiele erlebbar zu machen. 

„Moderne Informations- und Kommunikationstechnologie ist ein wichtiger Befähiger für eine zukunftsfähige Produktion und mehr Produktivität“ – mit diesem Leitbild stets vor Augen hat sich das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz gemeinsam mit seinen Partnern zur Aufgabe gemacht, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen beim Digitalisierungsprozess zu unterstützen. Hierbei werden den Unternehmen technologische und wirtschaftliche Potenziale der Digitalisierung und Vernetzung aufgezeigt sowie erste Anwendungen im Bereich Industrie 4.0, wie z.B. in der E³-Forschungsfabrik, veranschaulicht. Das Leistungs­portfolio adressiert da­bei die Branchen Maschinen­bau, Sonder­­maschinen­­bau, Werkzeug­bau, Automobil- und Zulieferer­industrie, Umwelt sowie IT/IKT-Unternehmen.

Adrian Singer vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU verdeutlichte den Teilnehmern, dass der Digitalisierungsprozess in der Produktion einem Baukasten gleicht, wobei die IT-Infrastruktur sowie die Produktions-IT -und Dienste das Fundament einer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie bilden. Darauf aufbauend stellen smarte Systeme die Konnektivität der Maschinen sowie smarte Objekte die Verfolgbarkeit der Werkzeuge und Produkte sicher. Die zentralisierte Verwaltung jeglicher Maschinen- und Prozessdaten („LinkedFactory“) mit der Möglichkeit diese zu visualisieren und zu analysieren, ist schließlich der Ausgangspunkt für die smarte Produktion.

Anschließend stellte Dennis Wagner vom BTS-Mitglied Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau (ICM) den Gästen ein Digitalisierungsprojekt aus dem Bereich der Bahntechnik vor. So entwickelte ICM gemeinsam mit AIS automation GmbH, M&P GmbH, CN Consult GmbH sowie der TU-Berlin im Rahmen eines Forschungsprojektes eine neuartige Drucksensorik und -technologie, mit der sich die bisher ressourcen- und zeitaufwendige Bremsprobe bei Güterwagen automatisieren lässt.

Bei einem Rundgang durch das Versuchsfeld der E³-Forschungsfabrik konnten sich die Gäste schließlich selbst ein Bild von der Produktion von morgen machen.

Tipp: Industrie 4.0 Workshop – Potenzialanalyse und Konzeptentwicklung

Im Zuge der digitalen Transformation werden kleinen und mittelständischen Unternehmen in Sachsen große Digitalisierungspotenziale zugeschrieben. Gleichzeitig werden jedoch von vielen KMU Digitalisierungshemmnisse, wie geringer finanzieller Spielraum und fehlendes Fachwissen, genannt. Daraus resultiert die Forderung nach Qualifizierungsmaßnahmen sowie aktive Hilfe beim Aufzeigen von Potenzialen und bei Industrie 4.0-Projekten.

Basierend auf einem eigens für sächsische KMU entwickelten Industrie 4.0-Reifegradmodell hilft das Industrie 4.0-Expertenteam im Rahmen eines individuellen Workshops Digitalisierungshemmnisse abzubauen und die folgenden Schritte zu gehen:

  • Bildung eines unternehmensinternen Industrie 4.0-Teams
  • Analyse des Digitalisierungsstandes Ihres Unternehmens
  • Identifikation von Potenzialen mithilfe unserer Experten und eines Digitalisierungs-Benchmarks mit anderen KMU in Sachsen
  • Entwicklung von unternehmensindividuellen Digitalisierungskonzepten

Erfahren Sie hier mehr vom Industrie 4.0 Workshop-Angebot des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Chemnitz.