In bewährter Tradition luden wir unsere Vereinsmitglieder, Netzwerkfreunde und all diejenigen, die es noch werden wollen, zusammen mit der Wirtschaftsförderung Sachsen zum Jahresauftakt ein. Gemeinsam mit rund 50 virtuellen Gästen wagten wir einen hoffnungsvollen Jahresausblick in das Europäische Jahr der Schiene, das vielerlei Veranstaltungen, Angebote und Außenwirtschaftsmaßnahmen für die Bahntechnikbranche bereithält. Die Botschaft an das Netzwerk: Trotz aller Unabwägbarkeit laufen die Planungen auf Hochtouren, um das Mögliche möglich zu machen! Auch wenn die persönlichen Begegnungen und Gespräche wohl noch etwas auf sich warten lassen müssen.

> Rail.S-Fahrplan 2021 – Ausblick auf die geplanten Themen, Maßnahmen und Ziele

> WFS-Fahrplan 2021 – Fahrzeugkolloquium und außenwirtschaftliche Maßnahmen mit Bezug zur Bahntechnik im Überblick

Besonders freute es uns, dass wir gleich zwei Ehrengäste für die Veranstaltung gewinnen konnten:
Zum einen berichtete Leonardo Dongiovanni, Policy Officer der EU-Kommission, Generaldirektion für Mobilität und Verkehr (DG MOVE), wie das Europäische Jahr der Schiene mittels einer Vielzahl europaweiter Kampagnen den Schienenverkehr fördern und Bürger und Unternehmen dazu anzuregen soll, auf den nachhaltigsten aller Verkehrsträger – die Bahn – umzusteigen. Rückenwind gibt der Modernisierungsschub, der in der Branche deutlich zu spüren ist.

Zum anderen gab VDB-Geschäftsführer Axel Schuppe einen persönlichen Jahresausblick für die deutsche Bahnindustrie, beginnend mit einem Resumee für das zurückliegende Jahr: „Deutschland konnte sich auf die Branche verlassen“. Die Umsätze in der Industrie sind in 2020 sogar leicht gestiegen, bei konstanter Beschäftigtenzahl von 350.0000. Aber natürlich geht die Pandemie auch an der Bahnbranche nicht spurlos vorbei. Während die fertigende Industrie einen Auftragsrückgang verzeichnet (insbesondere im Auslandsgeschäft mit rund 50 Prozent) und die wirtschaftlichen Auswirkungen, auch für die Zulieferindustrie, erst mittelfristig erwartet werden, leidet das Ticketgeschäft bereits jetzt schon unter den rapide abfallenden Fahrgastzahlen. Dies bedeutet zugleich rückläufige Investitionsmittel, die zukünftig insbesondere im Fahrzeugbereich fehlen werden. Angetrieben durch das Programm „Digitale Schiene Deutschland“ bleiben die Investitionen im Bereich Infrastruktur hingegen stabil. Das Infrastrukturgeschäft stellt die tragende Säule in der Krise dar. Trotz oder gerade aufgrund der Vorzeichen könnte es für Schuppe kein besseres Jahr für das „Europäische Jahr der Schiene“ geben. Gerade zur rechten Zeit wird ein deutliches politisches Signal für eine grüne Mobilität der Zukunft gesetzt. Damit klimaneutrale Technologien und Mobilitätskonzepte schneller auf den Markt finden, setzte und setzt sich der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) für die deutliche Aufstockung der schienengebundenen Forschungsprogramme (von 33 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro pro Jahr) sowie für die Modernisierung und Entbürokratisierung der öffentlichen Vergabe ein. Im Kontext des ausgelobten Europäischen Jahr der Schiene wünscht sich Schuppe vor allem eines zur Sicherung der strategischen Souveränität der Branche in Europa.: „Offene Märkte mit gleichen Spielregeln in Europa und transparenter Wettbewerbsregelung.“

 

 

Sachsen Signe Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.