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Datum/Zeit
Date(s) - 02.06.21
13:00 - 17:00

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Leichtbau ist in der Bahnbranche nicht mehr wegzudenken. Nichtsdestotrotz steht die Bahnindustrie im Vergleich zu anderen Branchen hier noch am Anfang. Blickt man zur Luft-/ Raumfahrt, eröffnet sich ein jahrzehntelanger Erfahrungsschatz im Hinblick auf die Entwicklung von Leichtbaustrukturen sowie dem Umgang mit Faserverbundmaterialien. Demgegenüber stehen Lösungen, die in der Bahnindustrie verbreitet, in der Luft-/ Raumfahrt jedoch noch wenig erprobt sind. Stichwort: Elementare Klebeverbindungen. Und grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Themen, wie Recycling oder Zulassung von Faserverbundwerkstoffen, nicht von Anfang an branchenübergreifend gedacht werden sollten.

Mit dem neuen Format SET4FUTURE Cross-Industry Lab suchen wir gezielt den Austausch mit anderen Branchen, um alte Denkmuster zu durchbrechen, neue Herangehensweisen kennenzulernen und damit einen Nährboden für innovative Lösungen für die eigene Branche zu schaffen. Im Rahmen der ersten Veranstaltung, durchgeführt in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen (LRT e.V.) und in Zusammenarbeit mit dem RailAir e. V., denken wir das Thema Leichtbau verkehrsträgerübergreifend:

  • Was können die Branchen Bahntechnik und Luft- / Raumfahrt in Bezug auf Leichtbau voneinander lernen?
  • Bei welchen Themen haben Luft-/Raumfahrt und Bahntechnik möglicherweise Interessensschnittmengen und können so gemeinsam mögliche Forschungsschwerpunkte für die Zukunft definieren und vorantreiben?
  • Sollten Themen, wie Recycling, Brandschutz, Zulassung oder Structural Health Monitoring von Faserverbundwerkstoffen, nicht auch branchenübergreifend gedacht werden?

Call for Papers:
Gestalten Sie den branchenübergreifenden Austausch mit und reichen Sie uns Ihr Vortragsthema (15 Minuten) bis zum 30. April unter dem Betreff „Call for Papers: SET4FUTURE Cross-Industry Lab“ über info@rail-s.de ein. Jeder Vortragsslot ist auf 15 Minuten Präsentationszeit begrenzt.

Folgende Themenschwerpunkte sind hierbei u.a. denkbar:

  • Schadaufnahme/ -bewertung: Wie werden Schäden detektiert und bewertet? Gibt es Klassifizierungen und/ oder Normen? Sind Beurteilungen von Schäden herstellerspezifisch geregelt?
  • Wartung und Crash-/ Impact-Forschung: Welche Wartungs- und Inspektionsintervalle können bei Faserverbundbauteilen angewendet werden? Welche Methoden werden zur Reparatur von Faserverbundbauteilen eingesetzt? Wie ist die Crash- und Impact-Auslegung in den Branchen? Welche Materialkombinationen sind optimal?
  • Zulassung: Gibt es Standardisierungen in der Bahnindustrie? Gibt es Ideen für die Herangehensweise? Könnte der Zulassungsprozess mit den Erfahrungen aus der Luftfahrt effizienter gestaltet werden?
  • Brandschutz: Gibt es in der Luft-/Raumfahrt Lösungen von Brandschutzproblemen im Multi-Materialverbund sowie Ideen, Brandschutzsysteme effizienter, zuverlässiger einzusetzen und zu qualifizieren?
  • Verbindungstechnologien: Wie werden Komponenten unterschiedlicher Materialien in der Luft-/ Raumfahrt miteinander verbunden? Welche Erfahrungen hat die Bahnindustrie mit der Auslegung und Anwendung von elementaren Fügeverbindungen (z.B. Strukturklebung und elastische Klebeverbindungen)?
  • Structural Health Monitoring (SHM): Inwieweit spielt SHM in den Branchen eine Rolle? Welche Lösungen gibt es? Gibt es Show-Stopper für das Thema?
  • Materialforschung: Welche Methoden zur Charakterisierung von Faserverbundbauteilen, zur Lebensdauerberechnung und Kennwertbestimmung von Materialen (in Bezug auf Faserverbundwerkstoffe) gibt es und werden bereits in der Praxis angewendet?

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Innovationsclusters SET4FUTURE statt. Die Teilnahme ist für SET4FUTURE-Partner kostenfrei.

Organisationsbeitrag:

SET4FUTURE-Partner            kostenfrei
Rail.S & LRT-Mitglieder 95,00 Euro
Sonstige Teilnehmer 180,00 Euro

 

Signet_gruen Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.