Der Wettbewerb von heute wird nicht mehr durch bessere Produkte und Dienstleistungen, sondern durch bessere Geschäftsmodelle entschieden. Im Rahmen des Workshops „Geschäftsmodelle für die Bahnindustrie von morgen“ lernten die Teilnehmer die Erfolgsfaktoren eines zukunftsfähigen Geschäftsmodells kennen, übten sich in der kundenzentrierten Lösungsentwicklung und erfuhren, wie sich das eigene Geschäftsmodell auf einem Blatt Papier kompakt darstellen und weiterentwickeln lässt. Nach der Theorie überzeugte Hausherr RailMaint schließlich mit aktuellen Digitalisierungslösungen aus der eigenen Unternehmenspraxis.

Gut zehn Unternehmensvertreter aus der vorrangig sächsischen Bahnbranche suchten am 24. Januar 2019 den führenden, unabhängigen Wartungs- und Instandhaltungsdienstleiters für Schienenfahrzeuge RailMaint auf – jeder von ihnen mit der Absicht, der Erfolgsformel für ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell auf die Spur zu kommen. Die Workshopleiter Dr. Philipp Bodenbenner und Ludwig Michael Haas vom weltweit agierenden Beratungsunternehmen Detecon International spannten die Teilnehmer nicht lange auf die Folter. Kurz gesagt, das erfolgreiche Geschäftsmodell fußt auf den vier Säulen:

  • Technologie
  • Kundenzentrierung (Design Thinking)
  • Servitization (von Produkten zu Services)
  • Ökosysteme (weg von linearen Wertschöpfungsketten hin zu kooperativen Business-Ökosystemen)

Wobei das Thema „Ökosysteme“ insbesondere bei etablierten Unternehmen ein Umdenken erfordert. Die klassische Rollenverteilung Konkurrenz vs. Geschäftspartner wird spürbar vom neuen Rollenbild „Coopetition“ abgelöst. Wettbewerber werden zugleich enge Verbündete, um sich gemeinsam mit kundenzentrierten Lösungen auf dem Markt behaupten zu können.

In einer Design Challenge zum Thema „Service zur Verbesserung der Pünktlichkeit im Regionalverkehr” konnten die Teilnehmer in puncto kundenzentrierte Lösungsentwicklung (Design Thinking) gleich selbst aktiv und kreativ werden. Und die Ergebnisse, wie z.B. eine intelligentes Fahrgastleitsystem, konnten sich sehen lassen! Abschließend wurde den Teilnehmern demonstriert, wie sich Geschäftsmodelle mit Hilfe des Canvas Business Models kompakt auf einem Blatt Papier darstellen, evaluieren und weiterentwickeln lassen.

Nach der Theorie überzeugte Hausherr RailMaint schließlich mit aktuellen Digitalisierungslösungen aus der eigenen Unternehmenspraxis. Von der Vision angetrieben, ihren Kunden eine einzigartige Fahrzeugverfügbarkeit zu bieten, wird die Schadaufnahme sukzessive digitalisiert. Ziel hierbei ist es, die Prozesse vor allem schneller und smarter (Predictive Maintenance) zu gestalten. Auch das Digitalisierungsprojekt „WIST – Wheelset Inspection Supporting Tool“ zielt auf die hausinterne Prozessoptimierung durch intelligente digitale Datenerfassung und -auswertung ab. Nach außen fungiert die „digitale Radsatzwerkstatt“ zudem als Tracking- und Kommunikationstool zwischen RailMaint und seinen Kunden.

Eine Führung durch die Werkstatt bildete schließlich den perfekten Abschluss eines erkenntnis- und erlebnisreichen Tages bei und mit RailMaint.

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Diese Veranstaltung wurde im Rahmen des Innovationsclusters SET4FUTURE durchgeführt.

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 Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.