Mit dem Eintreffen des Zuwendungsbescheids für das Innovationscluster SET4FUTURE Mitte Juli 2018 wurde ein weiterer Meilenstein in der 12-jährigen BTS-Geschichte erreicht. BTS gehört zu den ausgewählten Netzwerken, die von 2018-2022 (und ggf. bis zu zehn Jahren) beim Aufbau eines Innovationsclusters seitens des Freistaates Sachsen gefördert werden. Das Projekt SET4FUTURE setzt sich zum Ziel, Effizienz, Wirtschaftlichkeit sowie Attraktivität des Regionalverkehrs durch technologische Innovationen zu erhöhen und adressiert damit eine konkrete Marktproblematik.

Hierbei stellen sich nicht nur technologische Herausforderungen für Schienenfahrzeuge, sondern auch für Innovationen in Infrastruktur und Systemtechnik. Zur Sicherstellung eines ganzheitlichen Ansatzes fußt das vorgestellte Clusterkonzept “Smart and Efficient Train System for Future Rail Mobility” (kurz „SET4FUTURE“) daher auf zwei thematischen Säulen:

Die erste Säule „Innovative Fahrzeug-Refurbishment-Konzepte für den Regionalverkehr“ deckt dabei die fahrzeugseitigen Technologiefelder ab, wie z.B.:

  • Hybridisierung und Elektrifizierung von Fahrzeugen
  • Einsatz von Dieselbrennstoffzellen zur Reduktion von Stickoxiden
  • Innovative Instandhaltungskonzepte (z.B. mit Augmented Reality-Technologie)
  • Innovative Innenraumkonzepte

Da hybridisierte und elektrifizierte Fahrzeuge sowie vollautomatisiertes Fahren auch eine „smarte“ Infrastruktur voraussetzen, stehen mit der zweiten Säule „Intelligente Infrastruktur für Nebenstrecken“ u.a. folgende Technologiefelder im Fokus:

  • Innovative Fahrzeugbewegungssicherungstechnik
  • Technische Innovationen im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik
  • Technische Innovationen im Bereich der stationären und dezentralen Energieversorgung
  • Bedarfsgerechte, wirtschaftliche Auslegung von Oberleitungsanlagen sowie Ober- und Unterbau von Fahrwegen
  • Innovative Instandhaltungs-/ Monitoringkonzepte

Für Vorhaben wie diese stehen BTS Rail Saxony die DB RegioNetz Verkehrs GmbH, RailMaint GmbH sowie A.S.T. Angewandte System Technik GmbH als strategische Ankerpartner zur Seite. Mehr als ein Dutzend weiterer Unternehmen, vor allem aus dem sächsischen Mittelstand, sprachen sich bereits in der Antragspahse für die Mitwirkung am  Innovationscluster aus. Und es können und sollen noch weitere hinzukommen.

„Wir sind überglücklich darüber, dass wir den Freistaat mit unserem Clusterkonzept  überzeugen konnten. Dies schafft uns den notwendigen Rückenwind, um langfristige Markttrends der Zukunftsbranche Schiene aufzugreifen, Lösungen für technologische Herausforderungen zu finden und diese in vermarktungsfähige Endprodukte und Dienstleistungen zu überführen. Denn genau dies ist unser Ziel.“, erklärt Dirk-Ulrich Krüger, Clustermanger von BTS Rail Saxony.

Im nächsten Schritt gilt es, das Konzept mit Leben zu füllen. Konkrete Aufgaben des Clusters SET4FUTURE sind der Aufbau regionaler Wertschöpfungsstrukturen, die Etablierung von FuE-Partnerschaften zur Schließung weiterer Forschungsbedarfe sowie die gemeinsame Vermarktung der besonderen Kompetenzen im Cluster. Von Anfang an wird hierbei der regionale Mittelstand mit eingebunden sowie bestehende Innovationsstrukturen in Sachsen – Stichwort „EcoTrain“, „Neue Sekundärbahn“ oder „Smart Rail Connectivity Campus“ – und Netzwerkstrukturen von BTS Rail Saxony genutzt.

„Als stark exportorientierte Branche setzen wir bei der innereuropäischen Vermarktung vor allem auch auf die Unterstützung unserer zehn ERCI-Partnercluster (European Railway Clusters Initiative). Weiterhin entwickeln wir aktuell im Rahmen von PERES (Promoting European Railway Excellence outside of the EU), ein Projekt, das seit Anfang 2018 von der EU gefördert wird, gemeinsam mit vier weiteren Partnerclustern Vermarktungsstrategien für ausgewählte Zielmärkte außerhalb von Europa. Natürlich sind uns Synergieeffekte in allen Richtungen willkommen und werden diese auch für die einzelnen Clusterprojekte zu nutzen wissen“, betont Krüger.

Mit der Förderung von Innovationsclustern will der Freistaat Sachsen die unternehmensübergreifende Erschließung zukunftsträchtiger Märkte vorantreiben, den Wissenstransfer über Branchen- und Technologiegrenzen hinweg intensivieren und so vorhandenes und neues Wissen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen wirtschaftlich noch besser verwerten.

Hierzu bleibt Krüger nur noch eines zu sagen:

„SET4FUTURE ist unser Beitrag den Bahntechnikstandort Sachsen für die Zukunft zu rüsten. Wir freuen uns auf diese Herausforderung.“

 

Weitere Informationen finden Sie in dieser Präsentation zu >>SET4FUTURE:

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 Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.