Gerade jetzt, in den aktuell nicht einfachen Zeiten für die sächsische Bahnindustrie, ist es umso wichtiger, die Zukunftsfähigkeit des Bahntechnikstandortes Sachsen herauszustellen und Perspektiven aufzuzeigen. Vor diesem Hintergrund lud der Industrieverein BTS Bahntechnik Sachsen e.V. am 16. November 2017 zum Parlamentarischen Abend nach Dresden ein. Mehr als 50 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten der Einladung, um sich zum bedeutenden Wirtschaftsmotor Schiene in Sachsen zu informieren und auszutauschen. Unter den Gästen befanden sich auch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie der Erste Bürgermeister von Dresden, Detlef Sittel.

Schon früh am Abend demonstrierte Professor Dr. Arnd Stephan, Inhaber der Professur Elektrische Bahnen an der TU Dresden und Geschäftsführer der IFB Institut für Bahntechnik GmbH, in seiner Keynote „EcoTrain – Elektromobilität aus Sachsen“ eindrucksvoll, dass im Freistaat Sachsen bereits clevere Lösungen zu den Zukunftsthemen Elektromobilität und Digitalisierung vorliegen. Diese können jedoch nur mit der Unterstützung von Politik und Gesellschaft schnellstmöglich auf die Schiene gebracht werden, insbesondere auch, um im globalen Wettbewerb Marktchancen und Innovationsvorsprung zu sichern. In der anschließenden Podiumsdiskussion ließ es sich die Staatsministerin nicht nehmen zu den aktuellen Themen und Anliegen der Branche persönlich Stellung zu nehmen. Sie begrüßte die cleveren Lösungen aus Sachsen und sicherte insbesondere den Netzwerken weitere Unterstützung zu. Besonders erfreute sie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft in den angesprochenen Projekten. So ist der EcoTrain beispielsweise ein Gemeinschaftsprojekt von DB Regio NetzVerkehrs GmbH Erzgebirgsbahn, TU Dresden, TU Chemnitz, Fraunhofer-Institut IVI sowie weiteren bahnrenommierten  Lieferanten. Weiterhin betonte die Staatsministerin, dass die Lücke von wirtschaftsstarken und innovationsgetriebenen Großbetrieben im Freistaat nicht nur mit öffentlichen Geldern geschlossen werden kann, sondern auch maßgeblich von der Zusammenarbeit mit den ortsansässigen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) abhängt.

Nach der regen Podiumsdiskussion blieb für alle Gäste ein gutes Gefühl. Auch Dirk-Ulrich Krüger, Clustermanager von BTS Rail Saxony, zieht positive Bilanz: „Der Abend stimmt mich optimistisch, dass die Anliegen und Dringlichkeiten der Branche auch im politischen Raum wahrgenommen werden und wir größtmögliche Unterstützung dabei erhalten,  die industrielle Spitzenposition Deutschlands und Sachsens in der globalen Bahnindustrie zu festigen und durch Innovationen auszubauen.“